Noch mehr Möglichkeiten fürs Bezahlen

Ein Artikel der SparkassenZeitung

Mobiles Bezahlen ist die jüngste Erweiterung im Katalog der Möglichkeiten, die Sparkassenkunden nutzen können, um an der Ladenkasse zu bezahlen.

Mit der App "Mobiles Bezahlen" können Sparkassenkunden seit Ende Juli 2018 ihre Ladeneinkäufe mit ihrem Android-Smartphone bezahlen. Mehr als 300 Sparkassen bieten den Service an; er funktioniert an rund 75 Prozent aller deutschen Händler-Kassenterminals - macht rund 600.000 Akzeptanzstellen. Weltweit sind es Millionen von Terminals, die den mobilen Bezahlservice der Sparkassen akzeptieren. Alle Kunden können also jetzt bar, mit Karte, online und auch mobil bezahlen. Bei jedem Bezahlweg gelten die Qualitätsmaßstäbe der Sparkassen-Finanzgruppe.

Mobiles Bezahlen funktioniert per Nahfeldkommunikation oder NFC-Technik und damit überall dort, wo schon jetzt das kontaktlose Bezahlen per Girokarte möglich ist. Die Technik gilt als sicher. Das Auslesen von Daten über größere Distanzen sei technisch sehr aufwendig und lohne sich für Kriminelle nicht, sagen Experten.

Mobiles Bezahlen mit verschiedenen Karten
Auf Android-Smartphones sind die neuen Bezahlfunktionen einfach einzurichten: Kunden laden die Mobiles-Bezahlen-App aus dem Google-Play-Store herunter, melden sich mit ihren Online-Zugangsdaten an und hinterlegen ihre Sparkassenkarte (Girocard), ihre Sparkassen-Kreditkarte (Mastercard) – oder auch beide. Denn wer weltweit zahlen möchte, braucht die Mastercard, für Zahlungen innerhalb Deutschlands genügt die Girocard.

Zusätzlich legen die Kunden bei der Anmeldung fest, ob sie zum Bezahlen nur das Display aktivieren wollen, oder ob sie als zusätzlichen Schutz erst das Gerät entsperren oder sogar die App aufrufen möchten. Auf den I-Phones des US-Herstellers Apple kann die neue Bezahl-App noch nicht genutzt werden; Apple hat die Schnittstelle in den Geräten bisher noch nicht für das mobile Bezahlen der Sparkassen freigegeben.

Wie die App funktioniert und wie man das Smartphone bezahlfähig macht, erklärt die Sparkassen-Finanzgruppe seit Anfang August in einer dreimonatigen Info-Kampagne in alten und neuen Medien. Sparkassenberater in den Filialen unterstützen ihre Kunden bei der Installation auf dem Smartphone.

NFC-Technologie macht's möglich
Beim mobilen Bezahlen per Smartphone gilt dasselbe wie beim Bezahlen mit der NFC-fähigen Girocard: Beträge bis 25 Euro gehen ohne Eingabe der PIN-Nummer durch. Liegt der Betrag darüber, muss der Kunde seine PIN-Nummer am Kassenterminal eingeben.

Auf Basis der Nahfeldkommunikation funktioniert auch das kontaktlose Bezahlen mit der Giro- oder Kreditkarte als Vorgängerversion des mobilen Bezahlens. Kontaktlos können Kunden an Händlerterminals, im Einzelhandel und an Verkaufsautomaten bezahlen. Die Umsätze werden behandelt wie Kartenzahlungen. Ebenfalls auf der NFC-Technologie beruht das unter dem Namen Girogo bekannte kontaktlose Prepaid-Zahlverfahren: Hier müssen Kunden müssen erst an Händler- oder anderen Ladeterminals Guthaben aufladen, maximal sind 200 Euro möglich. Girogo ähnelt damit der Geldkartenfunktion. Girogo empfiehlt sich etwa als Prepaid-Bezahllösung bei Großveranstaltungen oder in Betriebskantinen.

Aus Online-Banking und App überweisen in Echtzeit
Nicht zu verwechseln mit den letztlich kartengebundenen Zahlverfahren ist die sogenannte Echtzeitüberweisung: Sie können Sparkassenkunden seit dem 10. Juli nutzen, im Onlinebanking der Internet-Filiale und in der Sparkassen-App. In Deutschland sind Echtzeitüberweisungen bisher nur innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe und bei Transfers an die Hypovereinsbank möglich. Denn die Sparkassen-Finanzgruppe ist hier Vorreiter im Markt. Die Genossenschaftsbanken und die Deutsche Bank werden ab November das Verfahren anbieten. Bis die überwiegende Anzahl deutscher Banken soweit ist, wird voraussichtlich noch ein gutes Jahr vergehen.

Hinter der Echtzeitüberweisung steht das sogenannte Sepa-Instant-Credit-Transfer-Verfahren, das europaweite Überweisungen in Sekundenschnelle ermöglicht. Kunden können Echtzeitüberweisungen an allen Kalendertagen des Jahres rund um die Uhr nutzen. Die Sparkassen berechnen für die Echtzeitüberweisung Transaktionsentgelte in unterschiedlicher Höhe und veröffentlichen diese in ihren Preis- und Leistungsverzeichnissen.

Die Echtzeitüberweisung wäre unter Umständen auch für das Bezahlen im Handel geeignet. Dazu müsste der Händler aber – ebenfalls in Sekundenschnelle – eine Bestätigung erhalten, dass die Zahlung eingegangen ist. Darüber verhandelt der Deutsche Sparkassen- und Giroverband noch mit Technik- und Handelsunternehmen.

Schnell zum Empfänger per Kwitt
Auch der Sparkassen-Bezahldienst Kwitt nutzt die Instant-Payment-Technik. Das Geld ist mithilfe von Kwitt ebenfalls in Sekundenschnelle auf dem Empfängerkonto. Ein Kunde kann per Kwitt maximal 100 Euro täglich ohne TAN-Eingabe und Einzelbeträge bis maximal 30 Euro von einem Smartphone auf ein anderes schicken. Mit TAN-Eingabe sind auch höhere Beträge überweisbar, es gilt das jeweilige Kontolimit für das Onlinebanking. Kwitt ist bislang vor allem für Privatpersonen gedacht. Eine Kwitt-Händler-App könnten aber auch Handwerker und Gewerbetreibende ohne kartenbasiertes Kassenterminal nutzen. Daran wird zurzeit gearbeitet.

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